Netzwerkarbeit
Kinderschutz ist eine gewichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Staat und Gesellschaft müssen Rahmenbedingungen schaffen, in denen Kinder und Jugendliche bestmöglich geschützt werden. Eine wesentliche Voraussetzung für einen effektiven Kinderschutz ist, ihn als gemeinsame, übergreifende Aufgabe verstehen. Die beteiligten Institutionen müssen Hand in Hand zusammenarbeiten und ihre jeweiligen Aufgaben im Sinne einer Verantwortungsgemeinschaft wahrnehmen. Deshalb wird empfohlen, die Zusammenarbeit aller beteiligten Institutionen, vor allem in örtlichen Arbeitskreisen, weiterzuentwickeln. Das ist wichtig, um auch insgesamt die Kooperation in Fragen des Kinderschutzes zu stärken. Die vorliegenden bereichsspezifischen Informationen und Empfehlungen sollen dazu beitragen.
Zusammenarbeit setzt Kenntnis der Aufgaben und Kompetenzen der anderen Institutionen voraus. Deshalb werden in einem ersten Teil der Handreichung die Aufgaben der beteiligten Institutionen beim Kinderschutz dargelegt und Berührungspunkte und Schnittstellen zwischen den Institutionen aufgezeigt. Im zweiten Teil werden Vorschläge zur Errichtung, Weiterentwicklung und Verbesserung der Kooperationsstrukturen unterbreitet.
Warum braucht es Netzwerkarbeit im Kinderschutz?
Kinderschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die alle etwas angeht. Für einen erfolgreichen, nachhaltigen und flächendeckenden Kinderschutz im Land ist eine enge Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Akteurinnen und Akteuren notwendig.
Dabei ist entscheidend, dass nicht nur die Akteurinnen und Akteure der verschiedenen Bereiche (Kinder- und Jugendhilfe, Polizei, Justiz und Gesundheit) untereinander gut vernetzt sind, sondern auch diejenigen, die im selben Themenfeld agieren, eng zusammenarbeiten. Die Vernetzung zwischen den verschiedenen Akteurinnen und Akteuren muss dabei in beiden Fällen auf unterschiedlichen Ebenen stattfinden.
Wo findet Netzwerkarbeit statt?
Kinderschutz findet in erster Linie in den Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen vor Ort statt. Dies bedeutet, dass in den Kommunen und Gemeinden die verschiedenen Akteurinnen und Akteure miteinander in Kontakt stehen und über die verschiedenen lokalen Angebote und Anlaufstellen informiert sein müssen.
Weiter müssen die lokalen Akteurinnen und Akteure in den jeweiligen Stadt- und Landkreisen vernetzt sein und wissen, welche Angebote und Anlaufstellen es im eigenen Stadt- oder Landkreis gibt. Hierbei müssen die jeweilige Beschaffenheit und die Lage eines Stadt- oder Landkreises mitberücksichtigt werden. Ein Stadtkreis folgt bisweilen ganz anderen Gesetzen als ein Flächenlandkreis, in dem weite Strecken zurückgelegt werden müssen.
Die nächste Ebene der Vernetzung ist überregional. Einrichtungen und Akteurinnen und Akteure sollten innerhalb ihrer Themenbereiche überregional vernetzt sein und zusammenarbeiten. Nur so kann ein flächendeckendes Netz an Anlaufstellen und Beratungsangeboten im ganzen Land sichergestellt werden.
Zuletzt muss die Entscheidungsebene der jeweiligen Akteurinnen und Akteure miteinander in Kontakt stehen, sodass die verschiedenen Bereiche gemeinsam den Kinder- und Jugendschutz im Land koordinieren und weiterentwickeln können.
Netzwerkarbeit bedeutet Zusammenarbeit zwischen den Akteurinnen und Akteuren, zwischen den Kommunen, zwischen den Stadt- und Landkreisen und zwischen den zuständigen Ministerien auf Landesebene sowohl horizontal als auch vertikal.
Wie können Sie Netzwerkarbeit gestalten?
Ein funktionierendes Netzwerk aufzubauen ist Arbeit und erfordert vor allem zu Beginn engagierte Personen, die das Zepter in die Hand nehmen.
Um Ihnen den Anfang zu erleichtern, haben wir Informationen bestehender Netzwerke zusammengestellt.
Ein richtiger erster Schritt ist jedoch immer, sich mit den anderen Akteurinnen und Akteuren im näheren Umfeld vertraut zu machen und in Kontakt zu treten. Zeigen Sie Schnittmengen auf und warum gerade die Zusammenarbeit bei diesem Thema ein Vorteil für alle Seiten sein könnte. Erfolgreiche Netzwerkarbeit vereinfacht Abläufe und Kommunikation und stellt so eine langfristige Arbeitserleichterung für alle beteiligten Akteurinnen und Akteure dar.
Unterstützung in der Praxis
Handreichungen, Arbeits-
hilfen und Dokumente
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Übersicht zu Fort- und Weiterbildungen
Qualifizierungsangebote
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Aktuelle Austauschmöglichkeiten
Veranstaltungen
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Alles Wichtige auf einen Blick
Weitere Informationen
aus den Fachbereichen
Kinderschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Neben den Fachkräften der Kinder- und Jugendarbeit sind viele weitere Akteurinnen und Akteure beteiligt. Hier finden Sie gebündelt auch die Informationen aus den Bereichen Gesundheit, Justiz, Polizei und Schule.