Dranbleiben! Modul 4: „Mehrfach betroffen – mehrfach übersehen? Intersektionalität und pädagogisches Handeln“
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In dieser Fortbildung setzen wir uns mit Intersektionalität und der Frage auseinander, wie sich verschiedene Diskriminierungs- und Ungleichheitsverhältnisse überschneiden und verstärken. Wir beleuchten, warum mehrfach betroffene Jungen* und junge Männer* besonders häufig von Rückzug, Überlastung und Einsamkeit betroffen sind und wie gesellschaftliche Diskurse sowie Männlichkeitsanforderungen ihre Reaktionsmuster prägen.
Neben einer Klärung zentraler Begriffe wie Diskriminierung und Privilegien reflektieren die Teilnehmenden eigene Haltungen, Sozialisation und Praxiserfahrungen. Wir arbeiten biografisch und emotionsbezogen zu Angst, Wut, Verzweiflung und Hoffnung und analysieren verschiedene Diskriminierungsformen wie Rassismus, Klassismus, Ableismus, Adultismus und Heterosexismus in Bezug auf jugendliche Lebenswelten.
Im Fokus stehen konkrete Handlungsstrategien: Wie können pädagogische Fachkräfte als Allies agieren? Wie lassen sich Angebote inklusiv und nicht-beschämend gestalten? Wie können Safe, Safer oder Brave Spaces entstehen? Zudem diskutieren wir politische Bildung mit Jungen* zwischen Sensibilisierung und Überforderung und entwickeln Ansätze zur Stärkung von Empathie, Selbstwirksamkeit und Ressourcen – bei den Jugendlichen wie auch bei den Fachkräften selbst.
